|
Fabriken, Staudämme, Bergbau oder große auf den Export orientierte Plantagen - gern werden solche Vorhaben von den internationalen Investoren hoch gelobt als Projekte, die dem Land Fortschritt, Entwicklung und Devisen bringen. Dies mag in einigen Fällen richtig sein, aber sehr häufig ist der Schaden größer als der Gewinn: Umweltstandards reichen nicht aus oder werden einfach ignoriert, Wasserquellen und Flüsse werden übernutzt oder verschmutzt. Bauern und Fischer, deren Familien seit Jahrhunderten vom Reichtum der Flüsse leben, verlieren ihre Existenzgrundlage, wenn das Flusswasser in der Regenzeit die Felder nicht mehr düngt, wenn Überschwemmungen unvorhersehbar geworden sind, wenn die Fische weniger werden und einige Arten ganz aussterben.
terre des hommes-Partnerorganisationen beobachten seit Jahren, dass Armut von Kindern nicht zuletzt auch durch die ungehemmte Ausbeutung und Zerstörung der Natur verursacht wird.
Deshalb haben sie die Kampagne »Our Rivers, Our Life« ins Leben gerufen: Mit Politikbeeinflussung und Öffentlichkeitsarbeit, Umwelterziehung und der aktiven Mithilfe von Kinder- und Jugendgruppen wollen sie bewirken, dass »ihre« Flüsse auch in der Zukunft den Menschen als Geschenk der Natur erhalten bleiben. Denn Kindern eine Lebensperspektive geben heißt auch, sich um den Erhalt ihrer natürlichen Existenzgrundlagen zu kümmern: »Our Rivers, Our Life« ist ein Anfang.
Um gegen den Bau von elf großen Staudämmen am Mekong zu protestieren, haben Nichtregierungsorganisationen, Akademiker und lokale Gemeinschaften eine Unterschriftenaktion gestartet: Die Regierungen der Mekongländer werden aufgefordert, den Fluß als Quelle von Nahrung und Einkommen auch in Zukunft zu erhalten und den Energiebedarf der Städte durch mehr Energieeffizienz und bessere, innovativere Methoden der Energiegewinnung zu decken. Durch den Bau der Großdämme würden Wasserstand und Fließgeschwindigkeit beeinträchtigt, was die Fischmigration und die Artenvielfalt – und damit die Ernährungssicherheit vieler Dorfgemeinschaften am Mekong – beeinträchtigen würde.
Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion unter www.savethemekong.org
Weitere Informationen zum Thema:
|