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Freitag, 02. Mai 2014

Abenteuerliche Reise in Salomons Lustgarten
Crossover-Konzert des Peter Lehel-Quartetts mit dem Jungen Kammerchor Baden-Württemberg

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Der Jazz-Musiker Peter Lehel wagte das Experiment und mischte Kammermusik, Jazz und die Bibel.
Wie klingt eigentlich verjazzte Kammermusik? Und wie hört es sich an, wenn die schwärmerisch-sehnsuchtsvolle Liebeslyrik des Hoheliedes Salomons, fetziger Jazz und klassischer Chorgesang unter einen Hut gebracht werden? Antwort: ziemlich gut. Der renommierte Komponist und Jazz-Saxofonist Peter Lehel hat es bewiesen. Am Samstagabend wagte der gebürtige Karlsruher in der Ötigheimer Mehrzweckhalle bei einem Benefizkonzert zugunsten von Terre des Hommes (tdh) mal wieder den grenzüberschreitenden „Crossover". Eingeladen hatte die tdh- Arbeitsgruppe Murgtal/Mittelbaden. Rund 150 Zuhörer kamen. Der Erlös aus dem Konzert kommt einem Straßenkinderprojekt in Brasilien zugute

150 Zuhörer erleben ein gelungenes Experiment

Im ersten Teil des „abendfüllenden Programms" kredenzt das Peter-Lehel-Quartett in der Besetzung Peter Lehel (Sopran- und Tenorsaxofon), Dirk Blümlein (E-Bass), Uli Möck (E-Piano) und Dieter Schumacher (Schlagzeug/ Percussion) „Chamber-Jazz" nach klassischen kammermusikalischen Vorlagen. Die Vollblut-Jazzer, die immer wieder auch solistisch glänzen, begeistern mit swingenden und groovenden, aus der Sicht improvisierender Jazzmusiker erarbeiteten Arrangements beliebter Werke von Lehär, Bach, Eaure, Schubert und Ravel, lassen im Cha-Cha-Cha- Rhythmus Santana und Brahms einander begegnen oder geben sich in Lehels „Husarenritt" ein bisschen „funky". Mit viel Beifall entlässt das applaudierfreudige Publikum die Musiker in die Pause.

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Was folgt, ist die Neuvertonung „eines der erstaunlichsten Werke der Bibel" - eines Werkes, in dem es um Liebe und Erotik, um das wechselvolle Zusammenspiel von Begehren und Erfüllung, von Trennung und Vereinigung geht. Kaum hat der Junge Kammerchor Baden-Württemberg mit einem melancholischen Stück von Edward Elgar seine Visitenkartenkarte abgegeben, begeben sich die 19 Sängerinnen und Sänger unter der temperamentvollen Leitung des Chor- Gründers Jochen Woll zusammen mit Peter Lehels Jazzquartett auf eine abenteuerliche Reise in Salomons biblischen Lustgarten. Lehel hatte seine Neuvertonung des Hoheliedes - ein 50-minütiges Werk unter dem Titel „Song of praise" - im Jahr 2011 eigens für die beiden Ensembles komponiert.

Die achtteilige Komposition stützt sich auf die englische King James-Übersetzung der Bibel aus dem 17 Jahrhundert. In den Sitzreihen liegt die deutsche Übersetzung bereit. Lehels Werk symbolisiert in Erzählsträngen und Themeneinheiten das Geben und Nehmen, das Suchen und Finden zweier Liebender. Der hervorragend disponierte Kammerchor überzeugt in den Chorsätzen durch runden Klang, stimmliche Sicherheit und lebendige Interpretation. Die brillanten Musiker des Peter-Lehel-Quartetts sorgen für die groovigen Rhythmen, glänzen mit ihren Soli und Improvisationen. Die Balance zwischen Chor und Jazzquartett stimmt. Immer wieder reißt Lehel als der virtuose Dreh- und Angelpunkt die kongenialen Kollegen zu Höhenflügen mit, wobei er sein Saxofon häufig als „vokales Element" in die Chorstimmen der Frauen integriert. Genauso wie der E-Bass von Dirk Blümlein, der aufs Beste mit den Männerstimmen korrespondiert.

Blümlein, bekannt als Bassist der Band „Fools Garden", besticht durch gefühlvolles Spiel- und zupackende Läufe. Er ist der Triebriemen für die hellwache rhythmische Intensität von Schlagzeuger Dieter Schumacher, der meisterhaft für den Beat sorgt, während Uli Möck die farbigen, brillant funkelnden Pianoläufe beisteuert. Als mit einem Trommelsolo, pulsierenden Rhythmen und einem sich steigernden ekstatischen Gesang der Sieg der Liebe über den Tod verkündet wird und das Stück mit der innigen Bitte um einen „Kuss seines Mundes mit Liebe" schließt, bedanken sich die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus und Ovationen. Dass sie noch in den Genuss einer Zugabe aus dem „Song of praise" kommen, versteht sich von selbst.

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tdh hilft Straßenkindern

Der Erlös aus dem Benefizkonzert in Otigheim kommt nach Aussage von tdh-Mitarbeiter Wolfgang Deppisch einem „Straßenkinderprojekt" in Säo Bernardo do Campo, einem Bezirk der brasilianischen Metropole Säo Paulo, zu Gute.

„Das Projekt läuft seit 2004". Es sei von Straßenkindern ins Leben gerufen worden, die mit Unterstützung von Sozialarbeitern für ihre Rechte und für bessere Lebensbedingungen kämpften. Mittlerweile sei das Projekt Teil des Programms „A chance to play", das Terre des Hommes und der Volkswagen-Konzernbetriebsrat im Vorfeld der Fußball-WM 2014 in Brasilien ins Leben gerufen haben. Mehr als 60 000 benachteiligte Mädchen und Jungen würden mit Spiel-, Sport- und Lernangeboten erreicht.

Die Arbeitsgruppe „Terre des Hommes Murgtal/Mittelbaden" mit Sitz in Kuppenheim ist laut Deppisch im gesamten mittelbadischen Raum präsent und unterstützt seit 1977 überwiegend Kinder und Jugendliche in aller Welt, die von Krieg, Hunger, Naturkatastrophen, Bildungsmangel, sexueller Ausbeutung, Kinderhandel oder Kinderarbeit bedroht sind. Erlöse aus Aktionen und Aktivitäten sowie Sponsoren- und Spendengelder erbringen nach Aussage des tdh-Mitarbeiters jährlich etwa 100 000 Euro, „von 1977 bis jetzt konnten mehr als 2,6 Millionen Euro gesammelt werden", so Deppisch.

Badische Neueste Nachrichten 28.04.2014
Text + Fotos: Ralf Joachim Kraft

Weitere Informationen:


Freitag, 02. Mai 2014

Radbörse gibt afrikanischen Mädchen Zukunft
Eine nachhaltige Kooperation, ökologisch und karitativ

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Branimir Pavlovic (Bildmitte, Leiter der Filiale Kuppenheim) sowie Klaus Kastner vom RadHaus Kastner (links) und die Kuppenheimer Radsportfreunde (rechts) übergeben den Spendenscheck an Josef Luft von terre des hommes (zweiter von links).
Die 24. Kuppenheimer Radbörse, die größte ihrer Art in der Region, erbrachte einen Erlös von rund 2 100 Euro für das terre-des-hommes-Projekt „Schule statt Kinderarbeit“ in Simbabwe, Afrika, wo 350 Kindern eine Chance fürs Leben gegeben wird .

Von Anfang mit dabei war die Bezirkssparkasse Kuppenheim, später dann die Sparkasse Gaggenau-Kuppenheim und seit Jahren die Sparkasse Baden-Baden/Gaggenau. Letztere spendete zusätzlich 250 Euro, so dass bisher 36 100 Euro für Projekte von terre des hommes zusammen kamen.

Die Radbörse, eine Idee von Klaus Kastner, fördert den Umweltschutzgedanken, wenn Räder möglichst lange gefahren werden und das Radfahren insgesamt verstärkt im ökologischen Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer verankert wird. Und wenn Kinder und Jugendliche häufiger ihr Fahrrad der Körpergröße und dem Alter anpassen, hilft dies, mehr Verkehrssicherheit zu erreichen.

3470 Räder konnten in den zurückliegenden 24 Jahren den Besitzer wechseln. Die Käufer waren froh, ein „Schnäppchen“ gemacht zu haben, die Verkäufer hatten wieder Platz in der Garage, vielleicht für ein neues Rad oder waren einfach glücklich über das zusätzliche „Taschengeld“. Die Arbeitsgruppe „terre des hommes Murgtal/Mittelbaden“ schließlich konnte mit dem bisherigen Gesamterlös von 36100 Euro einige hundert bedürftige Kinder unterstützen.

Mit im Bunde sind seit zwei Jahrzenten die Kuppenheimer Radsportfreunde. Zehn und mehr Helfer beraten am Verkaufstag die Verkäufer von Gebrauchträdern (Preisgestaltung) und Kaufinteressenten. Ihr Werkzeugkoffer ist immer dabei, wenn es darum geht, Sattelhöhe und Lenkstange zu verändern, Schrauben, Bremsen oder Schutzbleche nachzuziehen.


Freitag, 02. Mai 2014

Erlös der Radbörse für Bildungsprojekt:
"Schule statt Kinderarbeit" in Simbabwe

Simbabwe befindet sich seit Jahren am wirtschaftlichen und sozialen Abgrund. Das einst florierende Land kann seine Bevölkerung nicht mehr ernähren - eine Folge der politischen Fehlentscheidungen der Regierung um Robert Mugabe. Die Auswirkungen sind vielfältig: Viele Simbabwer versuchen ihr Überleben in anderen Ländern, vor allem in Südafrika, zu sichern. Diejenigen, die sich entschieden haben, in Simbabwe zu bleiben, kämpfen jeden Tag aufs Neue ums Überleben. Mehr als 1,6 Millionen Simbabwer werden im kommenden Frühjahr auf Nahrungsmittelhilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen sein, erklärte das Welternährungsprogramm im Sommer dieses Jahres.

Im südlichen Distrikt Chiredzi arbeiten viele Kinder in der Landwirtschaft. Mit dem wirtschaftlichen Abwärtstrend geht auch der Abbau im Sozialwesen einher: Bildungs- und Gesundheitssektor leiden besonders darunter. Darüber hinaus sind auch immer wieder politische Spannungen zu beobachten, die im Vorfeld der Wahlen für gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen regierungstreuen Anhängern und Oppositionellen ihren Niederschlag finden. Zuletzt wurde im Jahr 2008 gewählt, die nächsten Wahlen sind für 2013 geplant. Unter diesen Folgen leiden besonders die Schwachen der Gesellschaft: Kinder, Frauen und alte Menschen. Die abnehmende Wirtschaftsleistung hat eine Zunahme der arbeitenden Kinder zur Folge. Um die Ernährung zu sichern, werden immer häufiger Kinder von der Schule genommen. Sie müssen zum kargen Verdienst der Familie beitragen, entweder auf dem eigenen Stück Land oder als Hausmädchen in fremden Haushalten. Häufig werden sie auch von fragwürdigen Händlern auf kommerzielle Farmen vermittelt, wo sie gegen einen geringen Lohn schwerste Arbeit verrichten müssen, anstatt zur Schule zu gehen. Aber auch immer mehr Lehrer kehren ihren Schulen den Rücken. Der Beruf ist sehr schlecht bezahlt, viele Schulen sind in schlechtem Zustand. Die Qualität der Bildung hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen.

Die Schulbank zu drücken ist für Kinder und Jugendliche in Simbabwe keine Selbstverständlichkeit. Um die Entwicklung zunehmender Kinderarbeit aufzuhalten, unterstützt terre des hommes das Netzwerk CACLAZ (Coalition Against Child Labour in Zimbabwe). Hier haben sich drei verschiedene Organisationen zusammengetan, um Kinder zurück in die Schule zu bringen: Eine Lehrergewerkschaft, eine Kinderschutzorganisation und eine Farmarbeitergewerkschaft. Ihr Ziel: Einrichtung einer kinderarbeitsfreien Zone. Ihr Motto: »Kinderarbeit stoppen - Schule ist der beste Ort«. Dies wird im Distrikt Chiredzi im Südosten Simbabwes, an der Grenze zu Mosambik und Südafrika, umgesetzt. Das Projekt verfolgt drei thematische Ansätze:

  1. Aufklärung der Dorfbewohner über die verschiedenen Arten der Kinderarbeit: Was ist eine akzeptable Form der Kinderarbeit und ab wann werden Kinder ausgebeutet. Die bislang herrschende Auffassung, Kinderarbeit könne ein Ausweg aus der Armut sein, wird kritisch beleuchtet. Auf politischer Ebene werden mit verschiedenen Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit Entscheidungsträger auf die Problematik der Bildungssituation arbeitender Kinder hingewiesen.
  2. Übergangsschulen bereiten Schulabbrecher auf die reguläre Schule vor. Hier wird auf die besondere Situation arbeitender Kinder eingegangen. In der Regel besuchen die Kinder diese Übergangsschule für sechs Monate. Sollte dieser Zeitraum nicht ausreichen, können weitere sechs Monate folgen.
  3. Kindern, Lehrern, Gemeindevorstehern und Eltern macht CACLAZ die elementare Bedeutung von Bildung für die Entwicklung der Kinder deutlich. Sie ist der Schlüssel zum Ausweg aus der Armut und für ein Leben ohne ausbeuterische Kinderarbeit. Kinder haben das Recht auf Schulbildung. In einer ersten Phase des Projekts gehen bereits 350 Kinder wieder zur Schule. Denn  Armut kann nur dann besiegt werden, wenn Kinder zur Schule gehen und eine gute Bildung erhalten.

Ansprechpartner

Wolfgang Deppisch
(Projektinfos)
Tel. 07222 / 32927

Heinz Wolf
(Sponsoring, Allgemeines)
Tel. 07225 / 75543

weitere Ansprechpartner


Erlöse 1992-2012

Balkendiagramm der Erlöse 1992-2012

Jahr

Euro

1992

70.000

1993

75.600

1994

83.883

1995

69.617

1996

51.412

1997

61.749

1998

60.333

1999

68.742

2000

85.492

2001

106.375

2002

78.937

2003

84.027

2004

76.662

2005

149.941

2006

84.497

2007

105.958

2008

104.053

2009

100.833

2010

107.254

2011

103.600

2012

158.250

2013

163.420

1977-2013

mehr als 2,7 Mio. €

Detailansicht der Erlöszahlen